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LINKE-Fraktion fordert 50% Frauenquote in den Führungsebenen der städtischen Gesellschaften

Am kommenden Dienstag wird im Gemeinderat über die Festsetzung von Zielgrößen für den Frauenanteil in Aufsichtsräten und Geschäftsführungen dreier städtischer Gesellschaften abgestimmt. Für die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft, die Verkehrsbetriebe Karlsruhe sowie die Stadtwerke schlägt die Verwaltung dem Gemeinderat Zielgrößen bis Juni 2027 von 7% (AVG), 20% (Stadtwerke) und 27% (VBK)für die jeweiligen Aufsichtsräte sowie 0% für die jeweiligen Geschäftsführungen vor.

Aus Sicht der Fraktion DIE LINKE sind diese Zahlen eine Farce, weshalb die Fraktion einen Änderungsantrag zur Festsetzung höherer Zielgrößen eingereicht hat.

„Die Zielsetzung muss sein, dass bis 2027 50% Frauen sowohl in der Geschäftsführung als auch im Aufsichtsrat der VBK, AVG und SWK vertreten sein sollen. Die mit der Beschlussvorlage der Verwaltung festgelegten Zielgrößen für den Frauenanteil in Führungspositionen dieser städtischen Gesellschaften sind kein Fortschritt hin zu einer gleichberechtigten Teilhabe von Frauen– sie sind teilweise sogar ein Rückschritt“, so LINKEN-Stadträtin Mathilde Göttel.

In ihrem Antrag fordert die Fraktion zur Erreichung der Zielgrößen, dass in den jeweiligen Geschäftsführungen Stellen nach Auslaufen von derzeitigen Verträgen mit Frauen – wenn möglich intern – nachbesetzt werden.

„Trotz eines umfassenden und von allen städtischen Gesellschaften umzusetzenden Rahmenkonzepts zur Förderung von Frauen in Führungspositionen sind Frauen extrem unterrepräsentiert, was die oberen Führungsebenen in den städtischen Gesellschaften anbelangt. Dies verdeutlicht umso mehr, dass nur durch die Definierung anspruchsvollerer Zielgrößen das Ziel der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen in Führungspositionen erreicht werden kann. Die Stadt muss nun Farbe bekennen und vorangehen, was die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen angeht“, so LINKEN-Stadträtin Mathilde Göttel.