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Gemeinderatsfraktion DIE LINKE fordert die Konzeption und Einführung eines sozialen Wohnungsfonds in Karlsruhe

Die Probleme auf dem Wohnungsmarkt in Karlsruhe bleiben die gleichen: es ist es kaum möglich eine Wohnung zu erschwinglichen Mieten zu bekommen. Menschen mit geringen und durchschnittlichen Einkommen zahlen immer mehr ihres Einkommens für die Miete oder müssen auf Wohnungen weit im Umland ausweichen.

Die Abschaffung der Wohnungsgemeinnützigkeit Ende der 80er Jahre bedeutete, dass die Wohnungsversorgung dem freien Markt überlassen wurde. Die Preise explodierten, Finanzinvestoren stiegen gerade infolge der Finanzkrise vor 10 Jahren  in großem Maße in das lukrative Geschäft ein und die Versorgung breiter Bevölkerungsgruppen blieb auf der Strecke.

„Enorme finanzielle Anstrengungen seitens des Bundes, des Landes und der Stadt Karlsruhe sind notwendig, um Menschen mit unterdurchschnittlichen Einkommen eine angemessene Wohnung zu ermöglichen. Aufgrund des engen haushaltspolitischen Spielraums der Kommunen ist es dringend geboten, zusätzliche Finanzierungsinstrumente für eine Stadt wie Karlsruhe zu schaffen“, sagt das Mitglied der Gemeinderatsfraktion DIE LINKE, Lukas Bimmerle. „Wir fordern, dass ein sozialer Wohnungsfonds in Karlsruhe aufgelegt wird, der über die Ausgabe niedrigverzinster Anleihen an Karlsruher Bürger*innen und Unternehmen zusätzliche finanzielle Mittel für eine soziale Wohnungsversorgung für die Stadt ermöglicht. Durch den Kauf dieser Anleihen kann die Stadtgesellschaft einen aktiven Beitrag für mehr bezahlbaren Wohnraum in der Stadt leisten und von ihrem Beitrag durch eine kleine Verzinsung profitieren.“

Der Antrag der LINKEN folgt dem Gedanken, dass Menschen und Unternehmen durchaus bereit sind, soziale Projekte zu unterstützen. Ein zusätzlicher Anreiz für den Kauf der Anleihen könnte dadurch entstehen, dass die Stadt Karlsruhe in gleicher Höhe der gezeichneten Anleihen die Mittel des Fonds aufstockt. Auch dies soll laut dem vorliegenden Antrag geprüft werden.

„Die genaue Konzeption und der Einsatz der Mittel sei noch abzustimmen, „erläutert Mathilde Göttel, Stadträtin von DIE LINKE. „Der Kauf von Baugrundstücken, der Kauf von Wohnungen, der Kauf von Belegungsbindungen aber auch die Unterstützung von gemeinwohlorientierten Wohnungsgenossenschaften und Baugemeinschaften in Karlsruhe könnten durch die zusätzlichen Mittel des sozialen Wohnungsfonds gefördert werden. Alle Maßnahmen müssen sich an dem Ziel orientieren, das Grundbedürfnis nach einer guten Wohnung für alle Menschen in Karlsruhe zu gewährleisten.“