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Antrag: Subkultur braucht Räume - städtisches Maßnahmenpaket für Proberäume auflegen

Der Gemeinderat beauftragt die Stadtverwaltung:

  1. Ein umfassendes Maßnahmenpaket zu erstellen, wie die Anzahl von bezahlbaren Bandproberäume kurz-, mittel- und langfristig aktiv gesteigert werden können. Dieses Maßnahmenpaket soll Förderprogramme auf privaten Grundstücken ebenso umfassen, wie die Ausschöpfung von Potentialen auf städtischen Grundstücken. Zielgröße sind mindestens 50 Proberäume, die allein durch Planungen der GEM Ingenieurgesellschaft aktuell zu entfallen drohen.
  2. Die Stadt listet alle Gewerbegrundstücke in städtischem Besitz auf, die in den kommenden Jahren neuvermietet werden sollen und stellt, unabhängig von bisherigen Planungen, jeweils die Eignung für einen Um- bzw. Neubau von Proberäumen dar.

 

Begründung:

Die Dimensionen der bevorstehenden Verdrängung von Proberäumen für Musiker*innen infolge des Aufkaufs und Umwandlung mehrere Gewerbeflächen in Mühlburg, Grünwinkel und in der Nordstadt durch die Immobilienfirma GEM sind erschütternd. Hunderte Künstler*innen sind betroffen - an die fünfzig Proberäume wurden und werden gekündigt und sollen hochpreisigen Büroflächen weichen. Dabei herrscht schon jetzt ein großer Mangel an Proberäumen.

(siehe www.inka-magazin.de/stadtleben/bueros-statt-proberaeume-immokonzern-vertreibt-hunderte-musiker.html)

Einen weiteren Wegfall kann sich die Stadtgesellschaft nicht leisten - eine vielfältige Subkultur gehört untrennbar zum Leben von Karlsruhe.

Um eine Verdrängung der Kultur zu verhindern, müssen der Gemeinderat und die Stadtverwaltung aktiv gegensteuern. Ein Potential hierbei können die in der letzten Zeit erworbenen Gewerbeflächen sein. Nicht nur die Nöte von Wirtschaftsunternehmen sondern auch die der Kultur sollten bei deren Entwicklung bedacht werden.

Unterzeichnet von:
Mathilde Göttel

Karin Binder

Lukas Bimmerle